Text Sven Steffens / Fotos Nina Decker. Es war nicht nur warm, sondern heiß, EXTREM heiß! Der diesjährige SACHSENMAN -Triathlon am 02. Juli 2010 hat sich sein Motto „ Auf die Härte…Fertig…LOS!“ redlich verdient.
Ins Schwitzen kamen nicht nur die Triathletinnen und Triathleten, sondern auch Betreuer, Zuschauer und Helfer. Es war wieder ein Triathlon der Extreme! Im Gegensatz zum letzten Jahr bei 12°C gab es dieses Jahr 34 °C im Schatten und Schatten gab es auf der Strecke echt wenig. Dennoch gingen trotz der großen Hitze 52 Sachsenfrauen und –männer auf der Adventure Distanz (Langdistanz), sowie 47 auf der Olympic Strecke.
Im Schwimmabschnitt wurde mit 22 Grad Wassertemperatur noch für genügend Abkühlung auf dem Weg zur Staumauer und zurück gesorgt und das Tragen des Neoprenanzug wurde gerade noch so gestattet. Ich erwischte direkt einen guten Start und konnte mit der Spitzengruppe Fühlung halten. Nach der Wende an der Staumauer fühlte ich mich noch in der Lage eine Schippe drauf zupacken und erhöhte das Tempo. Nach knapp 21 Minuten kam ich als dritter aus dem Wasser und konnte sehr zügig auf die Radstrecke wechseln.
Auf der Radstrecke wurde ich dann leider nach hinten durchgereicht und konnte mich als zehnter ins Rennfeld wieder eingliedern. Auf der Bergigen Strecke von 55km wurden 7.464 Höhenmeter überwunden und forderten von den Sportlern zum Teil die letzten Kräfte.

Die Temperaturen auf der Laufstrecke kamen schon einem Hawaii-Start verdächtig nahe. Das Org-Team entschloss sich auch deshalb, die Laufstrecke auf der Adventure Distanz zum Wohle der Teilnehmer auf die Hälfte zu verkürzen. Sehr nette und spontane Anwohner an der Laufstrecke bauten sogar ihre Gartenschläuche als Sprengeranlage auf, durch die wir dann sehr dankbar gelaufen sind.
Dennoch haben leider nicht alle Sportler gesund das Ziel erreicht. Der führende der Adventure Distanz brach aufgrund der extremen Temperaturen nur 300m vor der Ziellinie bewusstlos zusammen. Arzt, Helfer und ein Rettungswagen waren schnell vor Ort und mittlerweile sollte es ihm wieder besser gehen.
Ich konnte der Hitze trotzen und meine Position sogar noch um einen Platz verbessern. So beendete ich dieses extreme Rennen glücklich als 9. und erzielte damit meine bisher beste Platzierung, in einem Olympischen Triathlon.











